Pufferspeicher für Heizung, Wärmepumpe und Solarthermie
Pufferspeicher nehmen Wärme auf, wenn Ihre Anlage Energie liefert, und geben sie wieder ab, sobald im Gebäude Wärme benötigt wird. Dadurch lassen sich Wärmeerzeugung und Wärmeabnahme zeitlich voneinander entkoppeln. Das ist besonders bei Wärmepumpen, Solarthermie, Holzheizungen und Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern relevant.
Für die Auswahl zählen Wärmeerzeuger, Heizflächen, benötigte Temperaturen, Hydraulik und der verfügbare Platz im Technikraum. Ein möglichst großes Speichervolumen ist daher nicht automatisch die beste Lösung.
Was macht ein Pufferspeicher in der Heizung?
Ein Pufferspeicher ist ein gedämmter Speicher für Heizungswasser. Er nimmt Wärme auf und stellt sie zeitversetzt für Heizkreise oder andere angeschlossene Verbraucher bereit. So können Wärmeerzeuger und Wärmeabnehmer hydraulisch oder zeitlich voneinander entkoppelt werden.
Bei Wärmepumpen kann ein Speicher das erforderliche Anlagenvolumen sichern, längere Laufzeiten unterstützen oder Energie für Abtauvorgänge bereitstellen. Er ist jedoch nicht in jeder Anlage erforderlich. Ob ein zusätzlicher Speicher benötigt wird, richtet sich nach Mindestvolumenstrom, Wasserinhalt des Heizsystems, Regelung und Herstellervorgaben.
Solarthermie liefert Wärme abhängig von der Sonneneinstrahlung. Holzheizungen geben ihre Leistung ebenfalls nicht immer genau dann ab, wenn das Gebäude sie benötigt. In solchen Anlagen nimmt der Speicher überschüssige Wärme auf und stellt sie später zur Verfügung.
Welche Bauart passt zu welchem Heizsystem?
Die Aufgabe des Speichers bestimmt seine Bauart. Ein kompakter Heizwasser-Speicher für eine Wärmepumpe stellt andere Anforderungen als ein größerer Speicher für Solarthermie oder eine Holzheizung. Auch die Warmwasserbereitung und die verfügbare Stellfläche beeinflussen die Auswahl.
| Einsatzbereich | Typische Ausführung | Wichtige Auswahlkriterien |
| Wärmepumpe | Kompakter Heizwasser-Speicher | Mindestvolumenstrom, erforderliches Anlagenvolumen, Anschlussgrößen und Wärmeverluste |
| Solarthermie | Solar-Pufferspeicher mit Wärmetauscher | Wärmetauscherfläche, Temperaturschichtung, Fühlerpositionen und Anschlüsse |
| Holz-, Pellet- oder wasserführende Kaminheizung | Heizwasser-Speicher mit passendem Volumen | Speichervolumen, zulässige Temperaturen, hydraulische Einbindung und Sicherheitstechnik |
| Heizung und Warmwasser | Kombispeicher oder Speicher mit Frischwasserstation | Zapfleistung, Systemtrennung, Temperaturniveau und Regelung |
| Beengter Technikraum | Schlanke oder platzsparende Bauform | Kippmaß, Stellfläche, Raumhöhe, Türbreiten und Wartungszugang |
Für Anlagen, die keinen integrierten Wärmetauscher benötigen, finden Sie bei Hofius auch Pufferspeicher und Schichtleitspeicher ohne Wärmetauscher. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach der hydraulischen Einbindung und den Aufgaben des Speichers.
Wenn Sie einen Pufferspeicher kaufen, sollte daher nicht allein der Preis pro Liter die Auswahl bestimmen. Der Speicher muss hydraulisch zum Wärmeerzeuger und zu den Heizkreisen passen. Eine falsche Dimensionierung kann zusätzliche Wärmeverluste verursachen oder den Betrieb unnötig komplizieren.
Pufferspeicher mit Wärmetauscher für Solarthermie
Bei üblichen Solarthermieanlagen bilden Solarkreis und Heizungswasser getrennte Kreisläufe. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme der Solarflüssigkeit auf das Heizungswasser im Speicher.
Eine stabile Temperaturschichtung verbessert die Nutzung der verschiedenen Temperaturbereiche. Wärmeres Wasser befindet sich im oberen Speicherbereich, kühleres Wasser weiter unten. Wird diese Schichtung möglichst wenig durchmischt, lässt sich die gespeicherte Wärme gezielter nutzen. Der kühlere untere Bereich schafft zugleich günstige Bedingungen für die Wärmeübertragung aus dem Solarkreis.
Bei Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern müssen Wärmetauscher, Anschlusshöhen, Fühler und Regelung auf das gesamte Heizsystem abgestimmt werden.
Heizwasser, Warmwasser und Kombispeicher unterscheiden
Ein klassischer Heizungs-Pufferspeicher enthält Heizungswasser. Trinkwasser für Dusche, Küche und Bad wird dagegen in einem dafür vorgesehenen Warmwasserspeicher bevorratet oder über eine Frischwasserstation erst bei Bedarf erwärmt. Kombispeicher verbinden beide Aufgaben in einem Speichersystem, halten die Kreisläufe aber technisch getrennt.
Bei der Warmwasserbereitung ist unter anderem relevant, wie viel warmes Wasser gleichzeitig benötigt wird. Für Wärmepumpen spielen niedrige Systemtemperaturen und die hydraulische Einbindung eine wichtige Rolle. Bei Solarthermie kommt hinzu, welche Bereiche des Speichers für die solare Beladung genutzt werden können.
Eine gute Dämmung reduziert die Bereitschaftsverluste des Speichers. Auch kurze und ausreichend gedämmte Leitungswege helfen dabei, unnötige Wärmeverluste zwischen Speicher und Heizsystem zu begrenzen.
Die richtige Größe des Pufferspeichers bestimmen
Eine allgemeingültige Literzahl für ein Einfamilienhaus gibt es nicht. Bei Wärmepumpen kann bereits ein vergleichsweise kleines zusätzliches Volumen ausreichen, wenn nur Anlagenvolumen oder hydraulische Anforderungen abgesichert werden müssen. Holzheizungen und solarthermische Anlagen können je nach Leistung und Betriebsweise deutlich größere Speicher benötigen.
Auch eine Photovoltaikanlage kann die Planung beeinflussen. Überschüssiger PV-Strom lässt sich beispielsweise über eine Wärmepumpe oder einen elektrischen Heizstab in Wärme umwandeln und anschließend im Speicher zeitversetzt nutzen. Ob das technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, richtet sich nach dem gesamten Energiekonzept des Gebäudes.
Die speicherbare Wärmemenge lässt sich aus Wassermenge und nutzbarer Temperaturdifferenz berechnen. Bei 1.000 Litern Wasser und einer Temperaturdifferenz von 20 Kelvin sind rechnerisch rund 23 kWh Wärme gespeichert. Wie lange diese Energiemenge für die Heizung reicht, bestimmen vor allem Heizlast, Außentemperatur und gewünschte Raumtemperatur.
Pufferspeicher kaufen: Diese Angaben helfen bei der Auswahl
Für eine passende Auswahl sollten die wichtigsten Anlagendaten vorliegen:
- Art des Wärmeerzeugers, etwa Wärmepumpe, Solarthermie, Pelletheizung, wasserführender Kamin, Gas-Brennwertgerät oder Hybridanlage
- Gebäudetyp und beheizte Fläche
- Heizflächen, zum Beispiel Fußbodenheizung, Heizkörper oder gemischte Heizkreise
- Aufgabe des Speichers, etwa hydraulische Entkopplung, Aufnahme überschüssiger Wärme oder Einbindung mehrerer Wärmeerzeuger
- Warmwasserbedarf, falls eine Frischwasserstation oder ein Kombispeicher vorgesehen ist
- Platzverhältnisse mit Stellfläche, Raumhöhe, Türbreiten und Transportweg in den Technikraum
- Regelung und Anschlüsse einschließlich vorhandener Pumpengruppen und benötigter Fühlerpositionen
Mit diesen Angaben lässt sich besser beurteilen, welche Bauart, welches Speichervolumen und welche Anschlüsse für Ihre Heizungsanlage infrage kommen. Hofius beschäftigt sich neben dem Schwimmbadbau auch mit regenerativen Energien und moderner Heiztechnik. Für eine konkrete Anfrage können Sie Ihre Anlagendaten und die räumlichen Gegebenheiten über das Kontaktformular von Hofius übermitteln. Bei technischen Fragen zu einzelnen Komponenten finden Sie weitere Unterstützung im Hofius Support.
Häufige Fragen zu Pufferspeichern
Was ist der Unterschied zwischen Pufferspeicher und Warmwasserspeicher?
Ein Pufferspeicher bevorratet Heizungswasser für Wärmeerzeuger und Heizkreise. Ein Warmwasserspeicher enthält Trinkwasser für Dusche, Bad und Küche, während eine Frischwasserstation das Trinkwasser erst bei Bedarf erwärmt.
Wie groß muss ein Pufferspeicher für ein Einfamilienhaus sein?
Eine pauschale Literzahl gibt es nicht. Das erforderliche Volumen richtet sich nach Wärmeerzeuger, Heizsystem und der Aufgabe, die der Speicher innerhalb der Anlage übernimmt.
Wie viel Wärme speichern 1.000 Liter Wasser?
Bei einer nutzbaren Temperaturdifferenz von 20 Kelvin speichern 1.000 Liter Wasser rechnerisch etwa 23 kWh Wärme. Die tatsächliche Heizdauer richtet sich danach, wie viel Wärme das Gebäude im jeweiligen Zeitraum benötigt.
Wann ist ein Pufferspeicher sinnvoll?
Ein Speicher kann sinnvoll sein, wenn Wärmeerzeugung und Wärmeabnahme zeitlich voneinander abweichen oder mehrere Wärmeerzeuger miteinander verbunden werden. Auch bestimmte hydraulische Anforderungen können zusätzliches Anlagenvolumen erforderlich machen.
Welcher Pufferspeicher passt zu Solarthermie?
Für Solarthermie kommen Speicher mit geeignetem Wärmetauscher und einer möglichst stabilen Temperaturschichtung infrage. Bauart und Volumen müssen zur Kollektorfläche, zur Wärmeabnahme und zum übrigen Heizsystem passen.
Braucht eine Wärmepumpe immer einen Pufferspeicher?
Nein. Wenn Mindestvolumenstrom und erforderliches Anlagenvolumen bereits über das Heizsystem sichergestellt sind, kann eine Wärmepumpe je nach Hersteller und Anlagenkonzept auch ohne zusätzlichen Speicher betrieben werden.